Zu dem gestern bekanntgewordenen Betrugsfall mit einem manipuliertem Zahlungsverkehrsterminal im Osten Kassels veröffentlicht die Hessische/Niedersächsische Allgemeine (HNA) heute Details. Betroffen waren Kunden der Gärtnerei Omonsky im Kasseler Stadtteil Bettenhausen, die seit dem 2. April bargeldlos per ec-Karte und Geheimzahl bezahlt haben.
Nach den Erkenntnissen der Polizei sammelten die Betrüger mit dem manipulierten Gerät ab dem zweiten April 2007 über zwei Wochen hinweg die Daten und Geheimzahlen (PINs) von electronic cash-Kartenzahlungen. Danach entfernten Sie das manipulierte Gerät, erstellten gefälschte Karten und hoben damit im Ausland Geld vermutlich in Tranchen von je 500 Euro ab. Die Polizeisprecherin Sabine Knöll berichtet von Anzeigen von über 50 Geschädigten und einer Schadenssumme von mindestens 100.000 Euro.
Am Montag, 21.5.2007, erhielt denn auch der Geschäftsführer der Gärtnerei Falk Omonsky die erste Schadensmeldung von einer Kundin. Auf Ihrem Kontoauszug fand Sie drei unerklärliche Abbuchungen über jeweils 500 Euro, die Sie angeblich in Paris vorgenommen hätte. Die Bank der Kundin verfolgte die elektronische Zahlungsspur und konnte eine Verbindung zur Zahlung in der Gärtnerei herstellen. Omonsky betont, dass die Täter sehr professionell vorgegangen wären. Weder wären an dem Gerät Veränderungen festgestellt worden, noch hätte es in seiner Filiale überhaupt Einbruchsspuren gegeben.
Aus Erfahrung ist damit zu rechnen, dass viele Kunden einen Betrug erst nach mehreren Wochen entdecken. Allein bei der Kasseler Sparkasse wären aber schon jetzt 35 Fälle bekannt, gab Pressesprecher Michael Krath bekannt. Die Sparkässe hätte hier schnell reagiert, die Karten gesperrt und würde noch bis zum Ende der Woche für die Kunden neue ec-Karten und Geheimnummern beschaffen. Der Schaden selbst werde aus dem Haftungsfonds der EURO-Kartensysteme abgedeckt. Die Sparkasse fordert allerdings alle betrogenen Kunden dazu auf, Strafanzeige bei der Polizei zu stellen.
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