Dienstag, 24. April 2007
Das Europäische Parlament hat heute den im März von den Finanzministern der EU ausgehandelten SEPA-Kompromiss in Form der Payment Services Directive (PSD) gebilligt. Die Mitgliedsstaaten müssen diese Bestimmungen nun bis zum Ende 2009 in nationales Recht umsetzen. (siehe auch -> SEPA beschlossene Sache)
Dienstag, 24. April 2007
Wenn Sie auch schon immer gedacht haben, dass die echte Uhrzeit nicht stimmen kann:
Montag, 23. April 2007
Der Chefs sind sich bereits einig: Rijkman Groening, Chairman der ABN Amro, und John Varlay, CEO von Barclays, wollen ihre Bankengruppen fusionieren. Die Aktionäre der ABN Amro würden demnach für jede ihrer Aktien 3,225 Aktien erhalten, was in etwa 36 Euro entspräche. Barclays würde damit über 50% des fusionierten Unternehmens kontrollieren, das dann auch den Namen Barclays erhalten würde. Die alternative Bietergruppe aus Royal Bank of Scotland, Fortis und Banco Santander prüft, ob sie den Aktionären ein Gegenangebot machen wird. Im Gespräch ist ein Angebot von bis zu 40 Euro je ABN-Aktie. ( PM vom 23.4.2007, -> ABN Amro bestätigt Übernahmeangebot).
Samstag, 21. April 2007
Samstag, 21. April 2007
Achim Schopper hat die Position als Bereichsleiter Vertrieb bei der Karlsruher CardProcess übernommen. Zuletzt arbeitete er als Leiter Banken & Kooperationspartner bei der TeleCash. Schopper strebt über eine besonders kundenorientierte Ausrichtung an, CardProcess zur "absoluten Nummer Eins im (genossenschaftlichen) Finanzverbund" zu führen.
Freitag, 20. April 2007
Frank Büttner übernimmt den Geschäftsbereich Healthcare beim Bad Hersfelder Terminalspezialisten Thales. Der diplomierte Betriebswirt Büttner (38) leitete zuletzt den Geschäftsbereich Health & ID beim Paderborner Chipkartenspezialisten Sagem Orga, gab Thales am 18.4.2007 bekannt.
Freitag, 20. April 2007
Rechtzeitig zur gestern beendeten Gesundheitsmesse ITeG 2007 hat Thales vorgestern die Anmeldung eines Kartenterminals bei der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH ( gematik) bekanntgegeben. Das Terminal könne die folgenden Karten verarbeiten:
- die heutige Krankenversicherungskarte (KVK)
- die künftige elektronische Gesundheitskarte (eGK)
- sowie den neuen Heilberufsausweis (HBA)
Technische Grundlage für die Kartenverarbeitung bildet die auf SICCT (Secure Interoperable Chip Card Terminal) basierende Terminalspezifikation eHealth der gematik. Nach eigenen Angaben hat Thales, ehedem Krone, seit den neunziger Jahren mehr als dreißigtausend Terminals bei Ärzten und Krankenkassen installiert.
Mittwoch, 18. April 2007
Bis zum Ende des Juli 2007 bietet der amerikanische Bezahl-Terminal-Anbieter VeriFone den Kunden des Konkurrenten Hypercom einen kostenlosen Wechsel auf die eigenen Terminal-Systeme Vx und NURIT an. Laut Douglas G. Bergeron, CEO, reagiere VeriFone damit auf besorgte Anfragen von Hypercom-Kunden. Über Hypercom hielten sich Verkaufsgerüchte im Markt, ferner würden viele Hypercom-Produkte keine PCI-Zulassung aufweisen. ( News vom 19.3.2007)
Dienstag, 17. April 2007
Die niederländische Banken-Gruppe ABN AMRO bestätigt, von den Banken Royal Bank of Scotland, Banco Santander und Fortis ein Gesprächsangebot für eine gemeinschaftliche Übernahme von ABN AMRO erhalten zu haben. Das Angebot fällt in eine Zeit, in der ABN AMRO mit Barclays exklusive Verkaufsverhandlungen führt. In einer ersten Reaktion gab ABN AMRO sein Quartalsergebnis zehn Tage vor dem geplanten Termin schon gestern bekannt, und vermeldete einen Gewinnwachstum um einundreißig Prozent auf 1,31 Milliarden Euro für Q1 2007. Die Jagdphantasien der Investoren wurden dadurch anscheinend aber eher noch beflügelt. Unter anderem fordert nun auch der mit über 2% beteiligte Hedgefonds The Children's Investment Fund Management (TCI) von ABN AMRO, die Bücher auch anderen potentiellen Bietern offenzulegen. ( PM vom 13.4.2007)
Dienstag, 17. April 2007
Al-Khafji Joint Operations beauftragen Atos Origin für 5 Mio. US-Dollar
Das Joint Venture zwischen der Kuwait Gulf Oil Company und der Aramco Gulf Operations Company Limited hat Atos Origin Middle East (AOME) mit einem Auftrag für eine komplette Öl- und Gas-Logistik-Lösung betraut. Unter anderem beinhaltet der Vertrag auch ein Software-Upgrade auf die neueste mySAP ERP-Version. (News vom 17.4.2007)
Britische Regierung kündigt 300 Millionen-Pfund-Vertrag mit Atos Origin
Ein erst im November geschlossener Vertrag zwischen dem schottischen Gesundheitsministerium (NHS National Services Scotland NSS) und Atos Origin ist nach einem Bericht der Computerwoche geplatzt. Der Stein des Anstoßes waren offenbar große Projektverzögerungen sowie Datenschutz-Mängel bei einem neuen Krebs-Vorsorge-Register für Frauen. Wäre das Projekt verwirklicht worden, hätte jeder Administrator des Systems auf die Daten aller untersuchten schottischen Patientinnen zugreifen können (News vom 2.2.2007). Die britische Regierung hat nun offenbar das Vertrauen in dieses System verloren und macht einen Rückzieher. (News vom 16.4.2007, PM vom 21.11.2006)
Das holländische Chemiunternehmens DSM wählt Atos Origin als langfristigen IT-Partner
Das niederländische Chemieunternehmen DSM hat dem IT-Dienstleister Atos Origin in einem Rahmenvertrag bis 2013 als neuen bevorzugten Partner gewählt und dabei die Verantwortung für den gesamten Bereich der IT-Dienste überlassen. Die Vereinbarung deckt Bereiche wie SAP-Services, Beratungsdienstleistungen, IT-Infrastruktur und netzwerkbezogene Sicherheitsdienstleistungen ab. (News vom 12.4.2007)
Auch Capgemini interessiert an Atos Origin
In die illustre Reihe der Interessenten an Atos Origin (-> Weiterer Wirbel um Atos Origin) reiht sich Gerüchten zufolge nun auch der Konkurrent Capgemini ein.
Dienstag, 17. April 2007
Der B2B-Spezialist crossgate konnte Stefan Werner für die Position als Vertriebsleiter der Regionen Deutschland, Österreich und Schweiz gewinnen. Der 37-jährige Werner war zuvor als Vertriebsleiter für den Bereich "On Demand EDI Services" bei Atos Origin tätig. ( News vom 17.4.2007)
Montag, 16. April 2007
Die Tageszeitung Welt berichtete am gestrigen Sonntag von einer Beschwerde des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE) gegen die Gebührenstruktur der Kreditkartenorganisationen. Die Nutzungsgebühren ("merchant service charge") werden individuell zwischen den Händlern und den Kartenherausgebern ausgehandelt. Unternehmen mit vielen Transaktionen kommen damit auf Gebühren von etwa 1,5% des Umsatzes, kleinere Unternehmen müssen bis zu 4% ihres Kartenumsatzes abführen. Der HDE kritisiere die Intransparenz und Wettbewerbsfeindlichkeit dieser Regelungen und ginge beim Bundeskartellamt dagegen an.
( News vom 15.4.2007)
Siehe auch:
- 19.1.2006: Kartellbeschwerde des HDE gegen die "Interchange Fee" von VISA und MasterCard
- Verfügung der Schweizer Weko vom 5.12.2005:
die Schweizer Wettbewerbskommission (Weko) hatte sich schon vor geraumer Zeit mit intransparenten Preisstrukturen bei der Kreditkartenzahlung befasst. Im Dezember 2005 befand sie, dass die Transaktionsgebühren in der Schweiz zu einem wesentlichen Teil durch die sogenannte "Domestic Multilateral Interchange Fee" (DMIF) zustande kämen. Die Höhe der DMIF aber würde nach Auffassung der Weko in einer unzulässigen Preisabrede bestimmt. Die Weko entschied daraufhin für die Schweiz:
- dass die DMIF künftig in einem offenen Verfahren gebildet werden muss.
- dass die DMIF nicht mehr als 1,30% bis 1,35% des Umsatzes betragen darf.
- dass die sogenannte Nichtdiskriminierungsklausel abgeschafft wird. Diese Klausel der Kreditkartenherausgeber besagt, dass die Kosten der Kreditkartenzahlung den Kunden nicht in Rechnung gestellt werden dürfen.
- Auch die EU-Kommission steht den Gebühren der Kreditkartenherausgeber streng ablehnend gegenüber. Aus diesem Grund scheiterte erst vor kurzem der geplante Wechsel des belgischen Debit-Systems von Bancontact/Mister Cash zum MasterCard-Verfahren Maestro (-> Keine SEPA-Migration hin zu Maestro in Belgien)
- Schließlich noch folgendes: die norwegischen Banken gingen in den 80er Jahren einen Sonderweg. Aufwendungen für Zahlungen wurden nicht mehr versteckt quersubventioniert, sondern den Kunden gegenüber direkt bepreist. Norwegen wandelte sich von da an in das Land mit dem zweithöchsten prozentualen Anteil von Kartenzahlungen nach Island (Stand 2004). Eine lesenwerte, ausführliche Retrospektive der norwegischen Bank NB ("Norges Bank") beschreibt diesen Prozess. (Dezember 2006: Direct pricing of customer's use of payment services).
PS: VISA hat erst im April ihre neue Preisstruktur für die USA veröffentlicht ( Aufschlüsselung der Interchange Fee für VISA USA).
Montag, 16. April 2007
Der Ratinger Zahlungsdienstleister easycash zieht Bilanz für seine magnetstreifen-basierte Mitarbeiterkarte mit dem Namen "Casino Card". Seit April 1999 können die Mitarbeiter der Siemens AG damit ihre Kantinen-Rechnungen bargeldlos bezahlen. Die Umsätze werden monatlich von den Girokonten der Mitarbeiter eingezogen, wobei insgesamt etwa 2,7 Millionen Euro je Monat zusammenkommen. Siemens und easycash erwägen nun, die Karte mit Chip auszurüsten und mit zusätzlichen Funktionen zu versehen. ( PM vom 12.4.2007)
Donnerstag, 12. April 2007
Das Angebot des Online-Zweiges der Frankfurter Sparkasse umfasst:
- Kostenlose Online-Kontoführung
- Kostenlose 1822direkt-Sparkassen-Card
- Kostenlose Barauszahlungen an Automaten der deutschen Sparkassenorganisation
- Kostenlose Kreditkarte (MasterCard oder VISA)
Donnerstag, 12. April 2007
In einem lesenswerten Kommentar auf finextra.com beleuchtet Chris Skinner am 11.4.2007 das hundertmonatige Bestehen von PayPal. Wo steht das Unternehmen heute?
- Etwa 14 Millionen Händlerkonten und ca. 133 Millionen Kundenkonten.
- Ein Überschuss von etwa 1,4 Milliarden Dollar im Geschäftsjahr 2006.
- Im Jahr 2006 Transaktionen im Wert von knapp 38 Milliarden Dollar (2005: 27,5 Milliarden, 2004: 18,5 Milliarden)
Kurzum, PayPal ist im Jahr 2007 der unangefochtene Marktführer des Internetpayments.
[Weiter]
|