Die Europäische Kommission hat heute in Brüssel den allgemein erwarteten großen Schlag gegen das Debitprodukt Maestro von MasterCard geführt. Die Interbankenentgelte ("MIF"), das sind Gebühren für grenzüberschreitende Kartenzahlungen, verletzen das europäische Wettbewerbsrecht. MasterCard hat nun sechs Monate Zeit, um sie abzuschaffen, andernfalls drohten empfindliche Strafen. Die Europäische Kommission beschied dies nach über 10-jährigen Anfechtungen und Verhandlungen.
Die Europäische Handelsvereinigung EuroCommerce triumphiert über den von ihr maßgeblich miterstrittenen Sieg. Der Präsident der Vereinigung, Senator Feargal Quinn, sagt für den europäischen Handel eine jährliche Einsparung von 10 Milliarden Euro voraus. Letztlich würde sich das in einem volleren Portemonnaie der Verbraucher niederschlagen. Auch sei nun Schluss mit der Praktik, dass Verbraucher Kartengebühren gleich doppelt bezahlen: nämlich einmal mit den Jahresgebühren für die Karte, und einmal mit künstlich erhöhten Verkaufspreisen.
Die von Politik, Handel und Verbraucherorganisationen in seltener Einmütigkeit kritisierten Interbankenentgelte ("MIF" - "Multilateral Interchange Fees") fallen also weg. Was bedeutet das für SEPA und EAPS?
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